Arbeitskleidung im Sommer (2/2)

Mit stylischer Workwear gegen den Hitzschlag

-

Lesezeit: 4 Minuten

Jetzt hast du auch mal die Wahl

Im ersten Teil dieser Blogreihe zum Thema Arbeitskleidung im Sommer ging es um arbeitsrechtliche Kleidungsvorschriften, bei denen du bis auf ein paar Hitzeschlacht-entscheidende Details nicht wirklich etwas mitgestalten kannst. Aber die Welt wäre nicht schön, wenn es da auch nicht Gelegenheiten gäbe, in denen du auch bestimmen kannst, was du tragen willst. Worauf du bei der richtigen Auswahl für deine Arbeitskleidung im Sommer achten solltest? Das erfährst du in den folgenden Regeln Nummer 2 und 3!

Regel Nummer 2: Kleide dich praktisch, aber nie unangemessen

Diese Regel enthält auch gewisse Elemente aus Regel Nummer 1 – allerdings hat sie in diesem Fall weniger mit Arbeitssicherheit und Hygiene als vielmehr mit Stil und gesundem Menschenverstand zu tun. Im Zweifel kann auch beides vom Arbeitgeber verordnet sein. Das reicht vom Anzug-Dresscode über bestimmte Hemd-Hosen-Farbkombinationen bis hin (wenn auch bislang nur in Österreich) zur Kostümpflicht an Fasching – kein Scherz! Im Batman-Kostüm auf die Baustelle … das wärs! Aber zurück in die Realität.

Ist dein Büroarbeitsplatz klimatisiert, hast du Glück. Dann hältst du es auch im Business-Anzug oder -Kostüm vermutlich ganz gut aus. Vorausgesetzt, du hast ihn nicht schon auf dem Weg zur Arbeit vollgeschwitzt. Inzwischen sollte aber auch der engstirnigste CEO eingesehen haben, dass es so etwas wie Jahreszeiten und dazu passende Arbeitskleidung gibt. Wenn es bei dir aber trotzdem eine Anzugpflicht gibt, dann schau, ob du nicht praktischere Materialien, Schnitte und Farben wählen kannst. Denn wenn du nicht gerade James Bond oder John Wick heißt oder halbtags beim FBI arbeitest, muss dein Anzug auch keinen außergewöhnlichen Belastungen standhalten.

Andere Maßstäbe als dort, wo du körperlich stark gefordert wirst

Materialmäßig sind für Anzüge und Hemden tatsächlich leichte Baumwollstoffe eine gute Wahl. Wichtig ist, dass die Sakko oder Blazer nicht zu stark gefüttert sind und vom Schnitt her ein wenig lockerer sitzen als sonst. Denn so kann die Luft zwischen Körper und Kleidung etwas zirkulieren und zumindest noch für ein bisschen Abkühlung sorgen. Polyesteranzüge und -hemden solltest du ebenso meiden, wie zu dunkle Farben, wenn du dich nicht unnötig aufheizen willst. Ein Anzug in hellerem Grau zum Beispiel trägt sich deutlich angenehmer. Aber übertreib’s nicht in Sachen Helligkeit! Mit deinem weißen oder roséfarbenen Anzug machst du in der VIP-Loge beim nächsten Poloturnier in Südafrika oder als amerikanischer Gebrauchtwagenhändler sicher eine bessere Figur als im Büro.

Wenn dein Chef kein Problem damit hat, kannst du auch mit einem Kurzarm-Hemd aufkreuzen. Aber dann lass bitte die Krawatte weg – es sei denn, du möchtest aussehen wie Michael Douglas in Falling Down oder den Spießerlook-des-Jahres-Award gewinnen. Ein Sakko – so eine ungeschriebene Regel – hat in Kombination mit dem Kurzarm-Hemd übrigens auch nichts verloren. Dann wählst du besser ein normales Business-Hemd mit langen Ärmeln. Wie sieht es dagegen mit Shorts aus? Geht sowas? Im Prinzip ja, ist aber ein zweischneidiges Schwert. Sei jedenfalls nicht die einzige Person im Büro, die auf diese Idee kommt und schau, ob es bei euch üblich ist.

Lass die Lumpen daheim

In der Küche hab ich kleidungsmäßig schon einiges gesehen – vom Chefkoch im Doppelripp-Unterhemd bis hin zum Nudelteig-knetenden Italo-Mittfünfziger im Madonna-T-Shirt, das ich im ersten Teil erwähnt habe. Klar: Beides ist in Sachen Körpertemperaturregelung sehr praktisch. Klar ist aber auch: Ein völliges No-Go als Koch oder Köchin. Meine persönliche Meinung: Wenn du noch einen Funken Berufsehre in dir trägst, wirst du auch bei der erdrückendsten Höllenhitze eine Kochjacke tragen. Aber dann natürlich nicht die dunkle, Winter-Edition mit extra schwerem Stoff, sondern die locker geschnittene, weiße, bestenfalls kurzärmelige-Variante. Überlege dir auch, ob es statt einer Latzschürze nicht eher eine Halbschürze – in Fachkreisen auch „Vorbinder“ sein soll. So schleppst du weniger mit dir durch die Gegend – am Herd ist es schließlich schon heiß genug.

Nicht weniger heiß ist es auf der Baustelle. Das Schlabbershirt aus’m Bierkönig in Kombination mit Freizeitshorts sehen hier nicht mies aus, sie sind auch noch ziemlich unpraktisch bei all dem Baustaub und den möglichen Verletzungsgefahren. Ganz zu schweigen davon, dass Zollstock, Kombizange, Schraubendreher Phasenprüfer oder Maßband keinen Platz darin finden. Du willst aber nicht auf den Sommerlook verzichten? Kein Problem, denn es gibt Arbeits-Bermudas oder auch kurze Arbeitshosen, die speziell auf das Handwerk zugeschnitten sind – buchstäblich. Du sparst Stoff, kannst dich flexibel bewegen und hast dennoch genügend Platz und Taschen, um deine Werkzeug zu verstauen. Ganz zu schweigen, dass es bei der Hitze wirklich angenehm ist, in Shorts auf Bau herumlaufen zu können und gleichzeitig gut auszusehen. Die WEITBLICK-Bermudas aus der Hero Flex Serie sind nämlich wirklich schick und auch alltagstauglich.

Regel Nummer 3: Arbeitskleidung trägt ihren Namen nicht ohne Grund

Diese Regel klingt sehr banal und ist ein Mix aus Regel Nummer 1 und 2: Auch wenn man auf seinem Arbeitsplatz vor Hitze eingehen mag, ist das nicht immer ein Grund, seinen Kleiderschrank nach Kleidung zu durchforsten, die irgendwie etwas zu taugen scheint. Wenn du acht Stunden lang ohne jeglichen Kundenkontakt im stillen Kämmerlein dein Homeoffice machst oder mutterseelenallein in deiner Werkstatt werkelst, kannst du prinzipiell auch deinen Spiderman-Schlafanzug oder das senfbefleckte Unterhemd anlassen. Aber am Arbeitsplatz gilt in puncto Arbeitskleidung im Sommer dasselbe wie bei den Maßstäben, die du an deiner Hände Arbeit legst. Egal ob im Büro, im Handwerk, im Service oder in der Küche: Wenn du’s machst, dann mach’s richtig!

Leg dir einfach extra Arbeitskleidung für die heißen Tage auf der Arbeit zu, die darauf ausgelegt ist, und das Thema ist ein für alle Mal für dich durch! Und: Besser noch mehrere Teile, denn im Sommer wirst du häufiger deine Arbeitskleidung waschen müssen Mittlerweile gibt es so viel coole Arbeitskleidung, mit der du vernünftig deine Arbeit machen und deinen Kunden wie auch deinem Chef ohne ein schlechtes Gefühl gegenübertreten kannst, oder einen gepflegten Hitzschlag zu bekommen.

In diesem Sinne: Genießt den Sommer! #summervibes

Dragan
Dragan
Gelernter Koch, heute Texter, Content-Marketing-Fuzzi und Autor im WBLK-Blog. Über 10 Jahre in der Gastronomie gehen aber nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht beim Schreiben. Denn ein guter Text ist manchmal fast dasselbe, wie gutes Essen: Man kann noch so sehr abfeiern, was man da Tolles auf den Teller gezaubert hat – am Ende muss es vor allem den Leuten gefallen, die den Teller vor sich haben.
spot_img

Weitere Beiträge

„Der Weitblick war schon immer da“

Ihren Urgroßvater Gottfried Schmidt kannte sie nur aus Erzählungen und zum Großvater Wolfgang Schmidt hatte Isabelle ein sehr inniges Verhältnis. Über ihren Vater Claus...