I believe I can Fleisch

Arbeitskleidung für Metzger – gut angezogen from Nose to Tail

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„… und dann war da diese Party. Wir grillten den ganzen Abend lang Gemüse und Grünkern-Frikadellen, tranken alkoholfreien Rhabarber-Prosecco und hörten ‚Last Christmas‘ in Dauerschleife. Schweißgebadet wachte ich auf.“ Okay, ich will nicht übertreiben – gegrilltes Gemüse schmeckt tatsächlich gar nicht mal so schlecht, wenn es richtig mariniert ist. Nichtsdestotrotz reicht für mich persönlich nur recht wenig an ein ordentliches Steak heran und ich habe in meiner Zeit als Koch auch keinen Metzger getroffen, der anderer Meinung gewesen wäre.

Wenn man, wie sie den ganzen Tag mit Fleisch zu tun hat und zerlegt, ausbeint, auslöst, pariert, zuschneidet, räuchert, mariniert, pökelt und allerhand Fleisch- und Wurstwaren aus Top-Grundprodukten herstellt, kann ich es schon verstehen, dass man mit der Zeit ein kulinarisches Faible dafür entwickelt. Schließlich weiß man genau, was drin ist. Teilweise sind die Rezepturen sogar mehrere hundert Jahre alt und werden dementsprechend gehütet – einfach, weil sie so kostbar sind und sich bewährt haben. Ganz wie ein Grundsatz bei der Verarbeitung von Lebensmitteln, den ich selbst noch aus der Restaurantküche kenne: Man muss unterscheiden können zwischen Resten und „Abfall“.

Zur Tradition im Metzgerhandwerk – und diese ist nun wirklich sehr sehr alt – gehört nämlich auch, alles von einem Schlachttier zu verwerten, was nur irgendwie möglich ist. Es steht ja nicht allein der Kostenaspekt im Raum, wenn man mit einem kostbaren Lebensmittel umgeht, sondern auch die Frage des Respekts, den man dafür sowohl als Profi im Metzgerhandwerk als auch auf der anderen Seite der Fleischtheke mitbringen sollte. Etwa, indem man Fleisch bewusster genießt. Beim Fleischkonsum über den Tellerrand hinauszuschauen und sich ebenso bewusst damit zu beschäftigen, was Metzgerinnen und Metzger alles zu bieten haben, hat einen weiteren unschlagbaren Vorteil: Man dringt in neue kulinarische Sphären vor!

Im traditionellen Metzgerhandwerk wird ein Schlachttier im „From-Nose-to-Tail“-Prinzip, also von der Nase bis zum Schwanz, verwertet. Wie schade wäre es da, sich all die unalltäglichen Teilstücke entgehen zu lassen, die normalerweise als Suppenfleisch enden? Hast du schon mal ein rosa gebratenes Flank-Steak aus dem Rinderbauchlappen probiert? Göttlich! Ein viele Stunden lang gesmoktes Brisket aus der Rinderbrust vielleicht? Butterzart! Oder doch lieber ein super saftig-aromatisches Skirt-Steak, was nichts anderes ist, als das Zwerchfell vom Rind? So lecker, dass du spontan „I believe, I can Fleisch!“ singen musst!

Für Metzgerinnen und Metzger ist all das natürlich ein alter Hut. Immerhin können sie sich darüber freuen, dass der Genusstrend von Jahr zu Jahr mehr in Richtung des besagten From-Nose-to-Tail geht. Ob Berliner Schnitzel oder Fränkische Schnickerli dann eines Tages wieder etwas so Normales sein werden, wie Wurstsemmel? Ich weiß es nicht. Sicher ist aber: Es ist ein nachhaltiger Trend, was generell zu loben ist!

Metzger-Arbeitskleidung: Ja, es darf ein bisschen mehr sein

Wo wir gerade bei der Nose-to-Tail-Thematik sind: Auch bei der Metzgerbekleidung muss von oben bis unten alles perfekt aufeinander abgestimmt sein, wenn einem Hygiene und Pflegeleichtigkeit wichtig ist und man nebenbei noch bequem seinen Job darin machen will. An die Nicht-Metzger: Welche Farbe fällt dir als allererstes ein, wenn du an Metzger-Arbeitskleidung denkst? Dachte ich’s mir doch. Na klar: Weiß. Das klassische Weiß hat vor allem praktische Gründe: Zum einen werden Verschmutzungen sofort sichtbar, zum anderen kann man diesen auf weißem Stoff einfacher mit hohen Waschtemperaturen und stärker wirksamen Waschmitteln zu Leibe rücken, ohne ein Ausbleichen zu riskieren.

Da die Workwear-Materialien heute jedoch wesentlich moderner, farbstabiler und widerstandfähiger sind, ist farbige Arbeitskleidung im Metzgerhandwerk keine Ausnahmeerscheinung mehr. Auch die Waschprogramme der Wäschereidienstleister sind um ein Vielfaches effizienter als früher, sodass Arbeitshosen, Arbeitsjacken, Shirts, Kittel und Schürzen schonend und bei weniger Waschmitteleinsatz und niedrigeren Temperaturen picobello sauber werden. Das ist gut für das Gewebe, für die Passform und auch für die Umwelt. Aber Moment – sauber ist nur das eine Ende der Wurst. Hygienisch einwandfrei muss die Workwear sein – so will es sowohl der gesunde Menschenverstand, aber auch die DIN 10524 zu HACCP-Arbeitskleidung.

Ja, mich hätte es auch gewundert, wenn es unter gut 34.000 DIN-Normen nicht auch eine hierfür gegeben hätte – aber im Lebensmittelbereich ist es ohne Zweifel sinnvoll, strenge hygienische Standards zu setzen. Ich will dich nicht mit behördlichem Geschwafel langweilen, deshalb habe ich aus der DIN 10524 einen kleinen Auszug an Anforderungen zusammengestellt, die unmittelbar die Workwear betreffen:

  • Das Obermaterial der Arbeitskleidung muss so beschaffen sein, dass es eine Barrierewirkung gegenüber Keimen besitzt. Vorteilhaft ist ein Polyester-Baumwoll-Mischgewebe.
  • Die Farbe der Hosen und Oberteile der Metzger-Arbeitskleidung sollte weiß oder pastellfarben sein. Allenfalls bei Bündchen oder am Kragen sind dunkle textile Accessoires oder farbliche Absetzungen möglich.
  • Der Stoff muss ausreichend farbecht sein und den Standards für leasinggerechte Berufskleidung entsprechen – angefangen vom Selbstglättungsverhalten über die Neigung zum Pilling bis hin zur Maßbeständigkeit.
  • Es gibt Mindestanforderungen, was Schnitt und Verarbeitung der Workwear betrifft, damit sie Lebensmittel nicht negativ beeinflussen kann. So müssen die Taschen beispielsweise innenliegend sein. Aufgesetzte Taschen, die sich nicht verschließen lassen, sind für Arbeitskleidung der Risikoklassen 2 und 3 ungeeignet, da dir beispielsweise ein Kugelschreiber, Smartphone oder andere Utensilien herausfallen und in der Wurstmaschine landen können. Auch Pflicht: Verdeckte Knopfleisten und ein mit Druckknöpfen in der Weite einstellbarer Ärmelsaum.
  • Wo unverpackte Lebensmittel bearbeitet werden, müssen weiße oder helle Kopfbedeckungen getragen werden.
  • Die Arbeitsschuhe müssen den Berufsgenossenschafts-Standards entsprechen und eine rutschfeste Sohle haben.
  • Partien der Arbeitskleidung, die oft und leicht verschmutzen, sollten durch Schürzen geschützt werden.
  • Die Metzgerbekleidung muss HACCP-konform waschbar sein und den Umgebungsbedingungen einer gewerblichen Wäscherei standhalten können, von der Wäsche bei mindestens 60 °C über die Desinfektion bis hin zum Finish.

Zudem muss die Workwear täglich gewechselt werden. Wie gesagt, all das ist nur ein kleiner Auszug an Anforderungen. Du siehst: Es darf sowohl qualitativ als auch quantitativ ein bisschen mehr sein, wenn es um Arbeitskleidung für Metzger geht.

Metzgerbekleidung von Weitblick

Fassen wir all das mal kurz zusammen: Arbeitskleidung für Metzger beziehungsweise Fleischer muss gut verarbeitet sein, perfekt sitzen, möglichst weiß oder pastellfarben sein und jede Menge Runden in der Industriewaschmaschine aushalten können. Da würde ich sagen: Lass uns gleich nachschauen, was Weitblick hier so zu bieten hat!

Nehmen wir doch mal diese Euroclean Fleischerjacke als Beispiel: Das Gewebe entspricht voll und ganz der DIN-Norm für HACCP-Kleidung und ist so beschaffen, dass Mikroorganismen keine Chance haben, sich darin festzubeißen. Der Materialmix aus jeweils 50 Prozent Polyester und Baumwolle macht problemlos professionelle Waschsessions mit und ist auch im Arbeitsalltag angenehm zu tragen.

Das liegt an der geraden und sehr bequem gestalteten Unisex-Schnittführung. Und natürlich kannst du auch die Ärmelbündchen mit dem verdeckten Druckknopf an deine Präferenzen anpassen! Apropos: Bevorzugst du nachhaltige Metzgerbekleidung? Sehr gut, denn diese Fleischerjacke wird in den Weitblick-Produktionsstätten in Europa hergestellt und sind mindestens nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® zertifiziert.

Das gilt selbstverständlich auch für die Metzgerhose aus der gleichen Kollektion, die sich genau so bequem, praktisch und robust macht, wenn du deinem Handwerk nachgehst. Dazu passt übrigens auch ein langärmliges Fleischerhemd. Möglicherweise ist auch ein Metzgermantel für Damen oder Herren etwas für dich. Damit du nicht auskühlst, hat Weitblick auch eine Thermoweste im Sortiment parat, die du einfach überziehen kannst. Sie schmiegt sich perfekt an und hält dich schön warm bei der Arbeit! Last but not least: Die Kopfbedeckung! Dieses Metzgerschiffchen komplettiert dein Outfit und ist selbstverständlich ebenfalls wäschereitauglich.

So, wie es sein soll – und auch ein bisschen mehr

„Erfüllt die Norm“ – reicht bei Weitblick nicht. Du sollst dich schließlich auf den Stoff und die Verarbeitung wirklich verlassen können, während dich die Schnittführung der Arbeitskleidung bei deinem Job unterstützt. Mindestens genau so wichtig ist es auch zu wissen, woher das Material stammt, aus dem die Workwear entsteht. Das ist im Metzgerhandwerk ähnlich. Obendrein ist es eines der traditionsreichsten und nachhaltigsten überhaupt. Da ist es nur konsequent, wenn dem auch die Arbeitskleidung gerecht wird – in allen Punkten, die für dich wichtig sind.

Dass dem auch so ist, dafür haben das Design- und Produktentwicklungs-Team von Weitblick und die vielen fleißigen Hände in den europäischen Produktionsstätten gesorgt. Du bekommst Metzgerbekleidung so, wie sie sein soll, aber eben auch ein bisschen mehr obendrauf. Meiner Meinung nach ist das alles ein wenig wie mit dem Beruf, dem man nachgeht: Man kann beispielsweise einfach tun, was all die anderen auch tun. Daran ist nicht unbedingt etwas Verwerfliches, viele handhaben das so und kommen gut damit klar.

Man kann aber auch Leidenschaft in das einbringen, wofür man morgens aufsteht und worauf man nach Feierabend zurückblickt. Das geht zwar nicht auf Knopfdruck, sondern nur ganz bewusst, doch am Ende macht es den Unterschied. Nicht umsonst lautet ein bulgarisches Sprichwort: „Wenn man nur vom Zuschauen ein Handwerk erlernen könnte, wäre jeder Hund ein Metzgermeister.“ Das lass’ ich jetzt einfach mal so stehen.

Dragan
Dragan
Gelernter Koch, heute Texter, Content-Marketing-Fuzzi und Autor im WBLK-Blog. Über 10 Jahre in der Gastronomie gehen aber nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht beim Schreiben. Denn ein guter Text ist manchmal fast dasselbe, wie gutes Essen: Man kann noch so sehr abfeiern, was man da Tolles auf den Teller gezaubert hat – am Ende muss es vor allem den Leuten gefallen, die den Teller vor sich haben.
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