WOODWORK = GOOD WORK

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Jeder, der seine Leidenschaft zum Beruf machen konnte, wird zustimmen, dass es sich wie ein Sechser im Lotto anfühlt, jeden Tag das zu tun, was einem Freude bereitet. Dominika von Wegmann Holzideen ist so jemand. Umso mehr freut es uns, dass sie bei ihrer täglichen Arbeit Workwear von Weitblick trägt! Marian hat die Werkstatt von Wegmann Holzideen in Sulzberg im wunderschönen Oberallgäu besucht und mit Dominika über die Schreinerei, Nachhaltigkeit aber auch über Schreinerinnen geplaudert.

Marian zu Besuch im Oberallgäu
Dominika von Wegmann Holzideen

Marian: In drei Worten: Holz ist für dich …?
Dominika: Leidenschaft, Möglichkeiten, Kreativität!

Marian: Vervollständige den Satz: Schreiner sind …?
Dominika: … die, die Unmögliches möglich machen.

Marian: Wie bist du auf den Schreinerberuf gekommen?
Dominika: Durch meinen Vater, der selbst Zimmermann ist.

Marian: Am meisten Freude am Schreinern macht dir …
Dominika: Alles. Die immer wieder unterschiedlichen Aufgaben. Immer wieder etwas Neues. Und die Kreativität die man ausleben kann. Und natürlich kann man sich selbst zu Hause einrichten, wie man will. Und dieses Möbel ist dann auch noch ein Unikat.

Marian: Was muss man mitbringen, um im Schreinerberuf arbeiten zu können?
Dominika: Flexibilität, um sich unvorhergesehenen Problemen oder Situationen anzupassen. Ein bisschen körperliche Fitness im Bezug auf Kraft wäre von Vorteil, ebenso wie technisches Verständnis und Kreativität.

Marian: Kannst du dich noch an dein Gesellenstück erinnern? Wenn ja, was war es und wo ist es heute?
Dominika: Es war eine Spiegelkommode aus Kirsche und sie steht noch immer in meinem Schlafzimmer.

Marian: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit bei deiner Arbeit?
Dominika: Eine ziemlich große. Man möchte natürlich vorhandene Ressourcen so gut wie möglich nutzen und sparsam einsetzen. Das Produkt sollte auch so gefertigt werden, dass es möglichst lang benutzt werden kann, also weg von den „Einweg“- Produkten, welche oft von großen Möbelhäusern zu Spottpreisen angeboten werden, aber nach kurzer Zeit auf den Müll wandern.

Marian: Wenn du jetzt keine Schreinerin wärst, was wärst du dann?
Dominika: Kann ich jetzt so nicht wirklich beantworten. Ich habe mir schon einige andere Berufe angeschaut. Wären meiner Schulzeit schon in verschiedenen Praktika und auch während meines Berufslebens, aber nichts hat mir wirklich zugesagt. Auf jeden Fall etwas Handwerkliches aber es wäre definitiv nicht mein Traumjob.

Marian: Was ist dein Lieblingswerkzeug?
Dominika:
Da gibt es kein Spezielles. Ich meine, alles was die Arbeit erleichtert und Sinn macht, find ich gut … schon mal eine Schraube von Hand reingedreht? Oder ein Brett von Hand zugesägt oder zugehobelt? Ist heutzutage alles eine Arbeit von ein paar Sekunden. In der Lehre darf man aber unter schweißtreibender Arbeit sehen, wie’s früher von Hand gemacht wurde!

Marian: Was gehört für dich zu einem perfekten Arbeitstag?
Dominika: Puh, am schönsten ist’s natürlich, wenn man eine ausgefallene Arbeit hat, die richtig Spaß macht. Wenn man auf Baustelle ist, ist eine freundliche und nicht-nervige Kundschaft super. Und wenn dann noch pünktlich Feierabend ist, freut sich jeder.

Marian: Was war das größte Missgeschick, das dir je bei der Arbeit passiert ist?
Dominika:
Also rein materialtechnisch habe ich in der Lehre mal 5 identische Bücherregale machen müssen. Einer meiner Kollegen hatte eine Schraube am Anschlag der Kreissäge gelöst wovon ich nichts wusste und so waren alle Regal Seiten um ein paar Zentimeter unterschiedlich lang … was aber erst auf der Baustelle aufgefallen ist. Rein verletzungstechnisch gibt’s schon eine ganze Liste – vom Finger in der Säge über dem Fräser im Bauch bis zum Umfallen mit ‘ner Leiter  – und natürlich die üblichen kleinen Wehwehchen.

Marian: Welches deiner Kundenprojekte geht dir nicht mehr aus dem Kopf?
Dominika: Eigentlich geht’s da weniger um das Projekt als vielmehr um die Tatsache, dass ich für zehn Tage auf einer Baustelle in Stockholm war. Das war eine super Erfahrung mit super Kollegen!

Marian: Ihr habt in eurem Team ja auch eine Schreinerin. Wie selten sind Schreinerinnen in Deutschland?
Dominika: Als selten würd’ ich Schreinerinnen heutzutage nicht mehr bezeichnen. Während meiner Lehrzeit war es noch etwas „Besonderes“ als Frau im Schreinerberuf. Aber das hat sich seitdem drastisch geändert. Find ich aber richtig gut!

Marian: Was machen Schreinerinnen bei der Arbeit anders als Schreiner?
Dominika: Ohne jetzt jemandem zu nahe zu treten aber … sie sind definitiv ordentlicher!

Marian: Wie könnte man mehr Frauen für den Schreinerberuf gewinnen?
Dominika: Ich könnte mir vorstellen, dass sich einige vielleicht von der körperlichen Belastung abschrecken lassen. Aber in modernen Betrieben wird schon so darauf geschaut, Maschinen und Hilfsmittel zur Erleichterung zur Verfügung zu stellen, dass es nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der man Muskeln aufbaut, kein Problem mehr sein sollte!

Wer so wie Dominika in seinem Job aufgeht, wird sich sicher schnell und gerne an die eine oder andere Belastung gewöhnen. Was es jetzt noch braucht, ist Schreinerinnen-Nachwuchs, der sich von anderen Schreinerinnen ermutigen und inspirieren lässt.

Denn: Das zu tun, was Spaß macht und seine Leidenschaft zum Beruf zu machen, sollte keine Seltenheit bleiben, sondern für noch viel mehr Menschen normal sein. Technisches Equipment, die den Arbeitsalltag erleichtern, gibt es ja bereits allerhand – und an schicker, robuster und nachhaltiger Workwear von Weitblick soll’s auch nicht scheitern!

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