#vomdocverordnet

Auf ein Porterhouse mit docwahnsinn_bbq

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Lesezeit: 4 Minuten

Er ist jemand, mit dem man gerne Beef hat. Einfach, weil er so locker und unkompliziert drauf ist – und es einfach draufhat. Denn wenn du erst mal siehst, was da alles auf seinem Grillrost drauf ist, empfehle ich dir, den Mund zu schließen. Ansonsten sabberst du dir auf den Schoß.

So viel sei vorab verraten: Egal ob Gas oder Kohle – grillwahnsinnig wäre noch untertrieben. Die Rede ist von Guido Dietrich alias docwahnsinn_bbq. Wenn du selbst ein Faible für die Brutzelei auf dem Grill hast, bist du ihm vielleicht schon mal auf seinem gleichnamigen Instagram-Kanal begegnet oder hast eines seiner Rubs und Gewürze probiert. Falls nicht – kein Problem, heute lernst du ihn kennen!

Hallo Docwahnsinn! Stell dich doch unseren Leserinnen und Lesern mal kurz vor: Wie heißt du, woher kommst du und was ist nach dem Grillen deine größte Leidenschaft?

Hallo! Ich heiße Guido Dietrich, komme aus Köln und neben dem Grillen genieße ich gern meine Freizeit mit meiner Frau und unseren Hunden!

Man kennt dich ja aus diversen Social Media Kanälen unter dem Namen „docwahnsinn_bbq“. Wie kam es zu dem Namen und was steckt dahinter?

Was zuvor nur ein Nickname auf einer Verkaufsplattform war, wurde hier mit der Erweiterung um „BBQ“ zu meinem mittlerweile geschützten Markennamen.

Wie kam es zur Connection mit Weitblick?

Der Kontakt kam über die Holzpiloten geflogen. Das sind Freunde von mir und die tragen ja auch die Workwear von Weitblick!

Wann hat dich eigentlich die Leidenschaft für’s BBQ gepackt? Wie kam es dazu und wie lange machst du das alles schon?

Über die Jahre habe ich, wie jeder schon das Übliche gegrillt. So um 2018 herum packte mich dann allerdings das Thema BBQ – und wie das dann immer so ist, wurde das Ganze immer extremer.

Wie extrem ist es denn? Das Jahr hat ja 365 Tage. An wie vielen davon wirfst du deinen Grill an?

Also wenn ich könnte … an 365 Tagen! 😂

Und was fasziniert dich am meisten daran?

Das Faszinierende am Thema BBQ ist, dass es einfach nie langweilig wird. Jedes Gericht ist immer eine Spur anders.

Einfach machen! Und wenn’s mal nicht so gut geworden ist, wird’s beim nächsten Mal einfach optimiert!“

Für diejenigen, die dich noch nicht kennen: Wie kann man sich deine BBQ-Welt vorstellen? Hast du daheim eine Grillecke, eine Grillhütte oder andernorts einen Platz dafür eingerichtet? Und wie viele Grillgeräte häufen sich bei einem so begnadeten BBQ-Enthusiasten im Laufe der Jahre an?

Das ist bei mir so: Ich habe die Zeit im ersten Lockdown dafür genutzt, eine mobile Außenküche zu bauen. Die wird bei schönem Wetter rausgeschoben und bei Regen steht sie überdacht. Hier wird alles mit viel Liebe zubereitet und es kommen immer neue Kreationen und Variationen auf den Grill. Was die Anzahl meiner Grills betrifft – hmmm, also ich sage mal, es sind so viele, dass ich bereits ein Veto für Neuanschaffungen bekommen habe. Es sind inzwischen mehr als … nee ich sag’s doch lieber nicht 🤣.

Kannst du dich denn noch an deinen allerersten Grill erinnern? Was für ein Teil war das?

Den allerersten Grill gibt es nicht mehr, aber der Zweite ist mir im Gedächtnis geblieben: Ein Edelstahl-Säulengrill von 2011. Und der existiert sogar heute noch.

Wenn man sich deinen Instagram-Kanal so anschaut, scheint es ja nichts zu geben, was bei dir noch nicht schon auf dem Rost gelandet wäre. Was muss man tun, um sich dieses Wissen und diese ganzen Skills rauf zu schaffen?

Was man tun muss? Einfach machen! Und wenn’s mal nicht so gut geworden ist, wird’s beim nächsten Mal einfach optimiert!

Was ist deine BBQ-Inspiration? Oder gibt es jemanden, den du bewunderst oder von dem du sagen würdest „Wow, das hätte ich auch gern drauf!“?

Ich bewundere generell Leute, die stets neue Dinge kreieren. Dinge und Ideen, die man leicht nachmachen kann und die keine Hexerei sind. Diese Ideen sind meine Inspiration. Die greife ich auf und gebe dem Gericht eine persönliche Note.

Viele fragen sich ja: „Gas oder Kohle?“ – was ist deine Antwort?

Oh, da gibt es vieles, was unter Umständen beachtet werden muss. Das beginnt schon mit der Frage: „Was darf ich bei mir nutzen?“ Sprich: Grillen auf dem Balkon, im Garten etc. Hier kann ein Gasgrill von Vorteil sein, weil dieser im Grunde genommen sauberer ist und weniger Rauch erzeugt. Allerdings ist Holzkohle für mich zur Leidenschaft geworden. Der Geruch, die Variationen und das Handling machen es für mich persönlich zu etwas Besonderem.

Was ist für dich unverzichtbar, um richtig Spaß beim BBQ zu haben?

Das lässt sich sehr kurzfassen: Spaß an der Sache und gute Freunde dabei. Es geht vor allem darum, das Gesellige zu genießen. Das ist in den letzten Jahren leider deutlich zu kurz gekommen.

Du gehörst ja nun nicht gerade zur veganen BBQ-Fraktion. Wie stehst du generell zum Fleischkonsum und was hältst du allgemein von veganem Grillgut?

Fleisch ist mein Gemüse! Als gelernter Fleischer kann ich auch gar nicht anders. Na klar kommen auch Beilagen auf den Teller, dennoch würde ich nicht gänzlich auf Fleisch verzichten. Ich bin aber völlig okay damit, wenn sich jemand dafür entscheidet oder schon entschieden hat, sich fleischlos zu ernähren.

Was ist dein absoluter Fleisch-Favourite? Oder fragen wir anders: Wenn es nur eine Sache gäbe, die du dir auf den Rost legen dürftest, was wäre das?

Nur einen Favoriten? Oh Gott, na gut, dann nehme ich ein schönes Dry Aged Porterhouse Steak!

Was hat auf deinem Grill hingegen gar nichts zu suchen?

Ganz klar: Gemüse! Lässt sich ganz schlecht grillen. Nimm mal Erbsen! Die fallen dir ständig durchs Rost! 🤣 Spaß beiseite – nein, bisher gab es keine Tabus.

Bist du beim Grillen eigentlich eher der Sommer- oder Wintertyp – oder ist dir die Jahreszeit völlig Wurst?

Da ich ja 365 Tage im Jahr grillen würde, spielt die Jahreszeit keine Rolle!

Welchen Rat würdest du Grill-Anfängern mit auf den Weg geben?

Ganz einfach und unkompliziert: Probieren geht über studieren! Einfach loslegen!

Was zieht man beim Grillen eigentlich an beziehungsweise worauf sollte man nicht verzichten?

In erster Linie: Safty First. Sprich gute Grillhandschuhe sollten immer dabei sein. Für ungeübte im Umgang mit Messern empfehle ich gern Schnitthandschuhe. Neben einer schicken Kochjacke im Denim-Style oder einer Denim-Latzschürze wie es sie ja bei Weitblick gibt kann sich außerdem auch eine Lederschürze lohnen.

Wenn du nur drei Dinge zu einer BBQ-Session mitnehmen dürftest, was wäre das?

Fleisch, Salz und Bier!

Was machen viele beim Grillen falsch und wissen es nicht einmal?

Der Klassiker: Zu wenig Fleisch besorgt und zu viele eingeladen 😂. Manche Leute nutzen eine Gabel beim Grillen. Da empfehle ich eher eine Grillzange, da zum Beispiel Würstchen mit plötzlich austretendem Fett echt üble Verbrennungen hinterlassen können. Ach ja: Bitte kein Bier

in den Grill kippen! Hier wird Asche aufgewirbelt, die am Grillgut kleben bleibt. Schmeckt dann nicht so toll.

Zu guter Letzt: Hast du vielleicht zufällig ein Rezept für uns parat?

Aber klar! Wie wär’s mit einer schönen Honig-Senf-Sauce, passend zu eurer ersten Weitblick-Honigernte? Schmeckt super zu hellem Fleisch, Fisch und Geflügel! Ihr braucht dazu folgende Zutaten:

  • 1TL2 Gläser Apfelsenf zu je 165 g
  • 100 g Honig
  • 3 EL Weißweinessig
  • 1 1/2 TL Pfeffer, gemahlen
  • 1TL Lemon-Salt
  • 1/2 TL Paprikapulver, scharf
  • 50 g brauner Zucker

Alles sorgfältig miteinander verrühren und fertig!

Dragan
Dragan
Gelernter Koch, heute Texter, Content-Marketing-Fuzzi und Autor im WBLK-Blog. Über 10 Jahre in der Gastronomie gehen aber nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht beim Schreiben. Denn ein guter Text ist manchmal fast dasselbe, wie gutes Essen: Man kann noch so sehr abfeiern, was man da Tolles auf den Teller gezaubert hat – am Ende muss es vor allem den Leuten gefallen, die den Teller vor sich haben.
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